Wie erkenne ich Fakebilder Deepfakes

Wie erkenne ich Fake-Bilder?

Dieser Artikel wurde in dem Magazin „Tina“ Nr. 16 / 10.April 2024 veröffentlich. Text: Markus Nyary

Immer häufiger stoßen wir im Netz auf Fotos, bei denen nachgeholfen wurde. Warum diese auch uns gefährlich werden können und woran sich Fälschungen entlarven lassen 

Das Foto von Ex-Kanzlerin Angela Merkel beim Plantschen im Meer? Eine Fälschung. Die Frau auf dem Werbefoto der AFD Göppingen? Eine künstliche Person, per KI erstellt. Das martialische Box-Foto von Frankreichs Präsident Macron? Unglaublich, ja – aber es ist wohl tatsächlich echt. 

 Diese drei Beispiele aus den letzten Wochen und Monaten zeigen eindrucksvoll, dass wir unseren Augen im Internet immer öfter kaum noch trauen dürfen. Zu einfach ist es selbst für Laien geworden, Fotos mit Programmen wie Photoshop nachträglich zu manipulieren oder mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) als so genannte Deepfakes komplett neu zu erstellen. Und zwar so täuschend echt, dass selbst Profis manchmal ihre Mühe haben, Wahrheit und Fälschung zu unterscheiden, es einige Fälschungen sogar in renommierte Tageszeitungen schaffen.

Harmlos ist das noch, wenn die Fotos für den eigenen Instagram-Account aufgehübscht, etwa beim Bikini-Foto nachträglich ein paar Pfündchen weggemogelt werden. Bedenklich wird’s, wenn z.B. Politiker – oder deren Gegner – mit Foto-Fakes die öffentliche Meinung beeinflussen wollen.

Und absolut gefährlich, wenn Kriminelle unsere persönlichsten Fotos für ihre Machenschaften missbrauchen, etwa um uns mit gefälschten Sexfotos zu erpressen, oder gleich unsere Identität zu stehlen, um uns und andere zu betrügen.

Digital- und Online-Marketing-Expertin Alexandra Sackmann (www.alexandrasackmann.de): „Fake Fotos können Menschen einen erheblichen Schaden an Ruf, Privatsphäre und in psychischem Wohlbefinden zufügen.“

Seit Jahren unterstützt sie Firmen bei ihren Internet-Auftritten. Dabei spielen auch die Gefahren durch Fake-Fotos und KI eine immer größere Rolle.

„Insgesamt machen die leichte Verbreitung und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Fake-Fotos diese zu einer ernsthaften Bedrohung für die Gesellschaft“, warnt sie.

 

Längst darf man nicht mehr glauben, was man im Netz sieht

 

Einen wirksamen technischen Schutz vor Fake-Bildern gibt es bislang nicht. Umso wichtiger ist das gesunde Misstrauen – und bei vermeintlich sensationellen Fotos, nicht nur im Internet, genau hinzuschauen.

„Achten Sie immer auf Unstimmigkeiten in Perspektive, Licht und Schatten, die auf Manipulation hinweisen können“, rät die Expertin. Wirft etwa der Bildhintergrund einen anderen Schatten als Nase, Kinn oder Augenbrauen der fotografierten Person, wurde sie möglicherweise nachträglich ins Foto montiert.

Weitere Indizien:   

Prüfen Sie im Foto alle geraden Linien. Erscheint z.B. eine Bordsteinkante an einer Stelle krumm, könnte das ein Hinweis auf eine nachträgliche Bildbearbeitung sein. Ebenso verräterisch sind verschwommene Stellen, wo das Foto eigentlich scharf sein müsste.

Achten Sie bei Personenfotos auf Hände oder Füße – gerade mit diesen tut sich eine KI bislang schwer, sie richtig darzustellen. Das gleiche gilt für Spiegelungen, etwa in Brillengläsern.

Zusätzlich und vor allem bei KI-erstellen Fotos hilft auch, über eine sogenannte Rückwärtssuche etwa bei Google zu prüfen, ob das Foto vielleicht schon mal in einem anderen Kontext gezeigt wurde und ob eventuell verräterische Details durch einen kleineren Bildzuschnitt entfernt worden sind.

 Wer sich selbst schützen möchte, dem rät Alexandra Sackmann, möglichst keine persönlichen Fotos im Netz zu posten:

„Sobald ein Bild öffentlich im Internet eingestellt wird, haben andere auch Zugriff darauf.“ Zumindest sollte man sehr vorsichtig sein, etwa indem man seinen Account in den sozialen Netzwerken sicher einstellt, z.B. auf privat.

Und wer im Netz ein gefälschtes Foto von sich entdeckt, sollte sofort tätig werden. Alexandra Sackmann: „Am besten ist es, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Falls das Bild in Social Media verwendet wird, sollte man den Plattformbetreiber informieren und auf Webseiten, den Webseitenbetreiber.“

Immerhin:

Die Politik ist sich der Problematik bewusst. So verabschiedete die EU jüngst den „AI Act“, der unter anderem besagt, dass per KI erstellte Fotos als solche klar gekennzeichnet werden müssen. Das Problem dabei: Gerade die kriminellen Urheber dürften sich in der Anonymität des Netzes nur schwer ermitteln lassen.

 

So helfen Google und Co. bei der Erkennung von Fakes

 

Ist das Foto echt? Viele Dienste wie z.B. Google bieten zur Prüfung eine so genannte Rückwärtssuche an. Dafür bei google.de im Suchfeld auf die kleine Kamera (neben dem Mikrofon) klicken. Dort den Link des Fotos einfügen oder das Bild mit der Maus ins Suchfeld ziehen. Nun zeigt Google an, wo das Foto schon überall auftauchte. Aus diesen Informationen lässt sich ablesen, ob das Foto echt ist, und in welchem Kontext es schon mal veröffentlich wurde. Diese Rückwärtssuche eignet sich übrigens auch prima, um Profilfotos auf Dating-Portalen und sozialen Netzwerken zu überprüfen, um z.B. Liebesbetrüger („Love Scammer“) zu entlarven.

Fake-Fotos können die öffentliche Meinung manipulieren, das Vertrauen in Medien untergraben und Einzelpersonen schaden

Digital-Expertin Alexandra Sackmann über den Einsatz von gefälschten Bildern 

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