Alexandra Sackmann

Wissen / Fachartikel

Markenbekanntheit

3 Minuten Lesezeit

Markenbekanntheit beschreibt, wie viele Menschen einer Zielgruppe eine Marke, ein Unternehmen oder eine Person kennen und mit einem Thema verbinden. Sie entscheidet mit, ob jemand im Moment des Bedarfs an dich denkt, gezielt nach dir sucht und dir eher vertraut als einem unbekannten Anbieter.

Arten von Markenbekanntheit

  • Gestützte Bekanntheit: Menschen erkennen die Marke, wenn sie sie sehen oder hören.
  • Ungestützte Bekanntheit: Menschen nennen die Marke von selbst, wenn sie an ein Thema denken. Das ist deutlich wertvoller.

Warum ist Markenbekanntheit so wichtig?

  • Mehr Vertrauen: Bekannte Anbieter wirken sicherer.
  • Höhere Klickraten: Bekannte Namen werden in Suchergebnissen und Anzeigen häufiger angeklickt.
  • Günstigere Werbung: Suchen nach dem eigenen Namen sind die günstigsten und wirksamsten Klicks.
  • Empfehlungen: Wer bekannt ist, wird öfter weiterempfohlen.
  • Sichtbarkeit in KI Tools: Marken, die oft im Zusammenhang mit einem Thema erwähnt werden, nennen ChatGPT und andere KI Tools eher als Empfehlung.

Wie baue ich Markenbekanntheit auf?

  • Regelmäßige Inhalte auf LinkedIn und YouTube, mit erkennbarer Person und Haltung
  • Fachartikel und ein Glossar, die bei Recherchen gefunden werden
  • Gastbeiträge, Interviews und Podcasts
  • Werbung mit Fokus auf Reichweite, etwa im Displaynetzwerk, auf YouTube oder mit Thought Leader Ads
  • Ein einheitlicher Auftritt mit gleichem Namen, Bild und gleicher Botschaft überall
  • Präsenz auf Veranstaltungen und in Netzwerken

Ein Beispiel

Eine Expertin für ein Nischenthema veröffentlicht über zwei Jahre regelmäßig Beiträge, Videos und Fachartikel und gibt mehrere Interviews. Ihre Website bekommt kaum mehr Besucher über allgemeine Suchbegriffe, aber die Suchen nach ihrem Namen steigen deutlich. Anfragen kommen zunehmend mit dem Satz „Ich verfolge Sie schon länger“. Und wer ChatGPT nach Fachleuten zu diesem Thema fragt, bekommt ihren Namen genannt. Das ist gewachsene Markenbekanntheit.

Wie messe ich Markenbekanntheit?

  • Entwicklung der Suchen nach deinem Namen in der Search Console und in Google Trends
  • Direkte Besuche auf der Website
  • Follower und Erwähnungen in sozialen Netzwerken
  • Nennungen in KI Antworten, etwa mit Ahrefs Brand Radar
  • Frage bei Anfragen: Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?
  • Bei größeren Budgets: Umfragen in der Zielgruppe

Typische Fehler

  • Nur auf schnelle Anfragen optimieren und Bekanntheit vernachlässigen
  • Uneinheitliche Namen, Logos und Botschaften
  • Bekanntheit nur über Werbung kaufen wollen, ohne Inhalte mit Substanz
  • Erfolge nach wenigen Wochen beurteilen

Markenbekanntheit und Suche

Wer bekannt ist, wird direkt gesucht. Suchen nach deinem Namen oder deinem Unternehmen sind ein guter Gradmesser für Bekanntheit, und sie führen fast immer zu einem Klick. Sorge deshalb dafür, dass bei der Suche nach deinem Namen alles stimmt: deine Website ganz oben, ein vollständiges Google Unternehmensprofil, aktuelle Profile auf LinkedIn und YouTube, gute Bewertungen. Bei Wettbewerb um den eigenen Namen kann eine kleine Google Ads Kampagne auf die eigene Marke sinnvoll sein.

Markenbekanntheit in KI Tools

KI Tools wie ChatGPT, Perplexity oder die Google KI nennen auf Fragen nach Anbietern oft nur wenige Namen. Welche das sind, hängt stark davon ab, wie häufig und in welchem Zusammenhang eine Marke im Netz erwähnt wird. Bekanntheit wird damit zu einem direkten Faktor für die Sichtbarkeit in KI Antworten. Hilfreich sind Erwähnungen in Fachmedien, Verzeichnissen, Bewertungen und Interviews sowie eine Website, die klar sagt, wer du bist und was du anbietest. Mehr dazu unter GEO und Backlink.

Häufige Fragen zur Markenbekanntheit

Brauchen auch Selbstständige Markenbekanntheit?

Ja, gerade sie. Als Person bist du die Marke. Mehr dazu unter Personal Branding.

Wie lange dauert es, Bekanntheit aufzubauen?

Meist Monate bis Jahre. Regelmäßigkeit ist wichtiger als einzelne große Aktionen.

Was ist der Unterschied zu Image?

Bekanntheit sagt, ob man dich kennt. Image sagt, wie man über dich denkt. Beides muss zusammenpassen.

Hilft Markenbekanntheit bei Google Ads?

Ja. Bekannte Marken erreichen höhere Klickraten und damit oft niedrigere Klickpreise.

Kann ich Markenbekanntheit kaufen?

Reichweite lässt sich kaufen, echte Bekanntheit und Vertrauen entstehen aber erst durch wiederholte, gute Erfahrungen mit deinen Inhalten und Leistungen.

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