Alexandra Sackmann

Wissen / Fachartikel

Google Ads

6 Minuten Lesezeit

Google Ads ist das Werbesystem von Google, mit dem Unternehmen Anzeigen in der Google Suche, auf YouTube, in Gmail und auf Millionen Partnerwebsites schalten. Abgerechnet wird meist pro Klick. Du zahlst also nur, wenn sich jemand wirklich für deine Anzeige interessiert.

Wie funktioniert Google Ads?

Jedes Mal, wenn jemand bei Google sucht, findet in Sekundenbruchteilen eine Auktion statt. Google entscheidet, welche Anzeigen erscheinen und in welcher Reihenfolge. Dabei zählt nicht nur dein Gebot, sondern auch die Qualität deiner Anzeige. Google bewertet sie mit dem Qualitätsfaktor.

Du legst fest, bei welchen Suchbegriffen deine Anzeige erscheinen soll. Diese Suchbegriffe heißen Keywords. Dazu bestimmst du Budget, Region, Zeiten und Ziel der Kampagne.

Welche Kampagnentypen gibt es?

  • Suchkampagnen: Textanzeigen über und unter den Suchergebnissen. Der Klassiker für Anfragen und Verkäufe.
  • Displaykampagnen: Bildanzeigen auf Websites und in Apps im Displaynetzwerk.
  • Videokampagnen: Anzeigen auf YouTube.
  • Shoppingkampagnen: Produktanzeigen mit Bild und Preis für Onlineshops.
  • Performance Max: Ein Kampagnentyp, der automatisch auf allen Kanälen von Google ausspielt.
  • Demand Gen: Bild und Videoanzeigen auf YouTube, in Gmail und in Discover, um Nachfrage zu wecken.

Was kostet Google Ads?

Ein Mindestbudget gibt es nicht. Was ein Klick kostet, hängt von Branche und Wettbewerb ab. In vielen Branchen liegt der CPC zwischen 0,30 € und 5 €, in umkämpften Bereichen wie Recht oder Versicherungen auch deutlich darüber. Wie du dein Budget planst, erkläre ich ausführlich im Artikel Google Ads Kosten.

Für wen lohnt sich Google Ads?

Google Ads lohnt sich überall dort, wo Menschen aktiv nach einer Lösung suchen. Wer „Steuerberater Köln“ oder „Google Ads Agentur“ eingibt, hat einen konkreten Bedarf. Diese Menschen erreichst du genau im richtigen Moment.

Entscheidend ist, dass du misst, was die Werbung bringt. Ohne sauberes Conversion Tracking weißt du nicht, welche Keywords Anfragen bringen und welche nur Geld kosten.

Wie ist ein Google Ads Konto aufgebaut?

Ein Konto besteht aus Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords und Anzeigen. In der Kampagne legst du Budget, Region, Sprache und Ziel fest. Darunter bündeln Anzeigengruppen eng verwandte Keywords mit passenden Anzeigen. Je sauberer diese Struktur ist, desto genauer steuerst du, welche Suche welche Anzeige auslöst und wohin das Geld fließt. Mehr dazu unter Kampagnenstruktur.

Ein Beispiel

Eine Steuerberatung in Köln möchte neue Mandanten für Unternehmen gewinnen. Statt auf „Steuerberater“ zu bieten, wo viele Privatleute suchen, setzt sie auf Begriffe wie „Steuerberater GmbH Köln“ oder „Steuerberatung Unternehmen Köln“. Die Anzeigen führen auf eine Seite speziell für Unternehmen mit Telefonnummer und Terminbuchung. Suchbegriffe wie „Steuererklärung privat“ werden ausgeschlossen. So zahlt die Kanzlei nur für Klicks von Menschen, die wirklich zur Zielgruppe gehören.

Typische Fehler bei Google Ads

  • Alle Keywords weitgehend passend einbuchen, ohne Suchbegriffe zu prüfen
  • Anzeigen auf die Startseite statt auf eine passende Landingpage schicken
  • Kein oder fehlerhaftes Conversion Tracking
  • Die Empfehlungen von Google ungeprüft übernehmen
  • Zu kleines Budget auf zu viele Kampagnen verteilen

Google Ads Schritt für Schritt starten

  1. Ziel festlegen: Anrufe, Anfragen, Verkäufe oder Termine. Ohne klares Ziel lässt sich keine Kampagne sinnvoll steuern.
  2. Conversion Tracking einrichten: Bevor der erste Euro fließt, muss messbar sein, was eine Anzeige bringt. Mehr unter Conversion Tracking.
  3. Keywords recherchieren: Begriffe mit klarer Kaufabsicht zuerst, allgemeine Informationssuchen später. Mehr unter Keyword und Suchintention.
  4. Kampagne und Anzeigengruppen anlegen: wenige, eng gefasste Themen statt einer großen Sammelkampagne
  5. Anzeigen schreiben: Suchbegriff aufgreifen, Nutzen nennen, klarer Call to Action
  6. Zielseite prüfen: Passt die Landingpage genau zur Anzeige?
  7. Budget und Gebote festlegen: zum Start lieber ein Tagesbudget, das genug Klicks für erste Erkenntnisse bringt
  8. Regelmäßig auswerten: Suchbegriffe prüfen, ausschließende Keywords ergänzen, Anzeigen testen

Die wichtigsten Kennzahlen in Google Ads

  • Impressionen: Wie oft wurde die Anzeige gezeigt?
  • CTR: Wie viel Prozent haben geklickt?
  • CPC: Was kostet ein Klick im Durchschnitt?
  • Conversions: Wie viele Anfragen oder Verkäufe sind entstanden?
  • Kosten pro Conversion: Was kostet eine Anfrage oder ein Verkauf?
  • ROAS: Wie viel Umsatz bringt jeder Euro Werbebudget?
  • Qualitätsfaktor: Wie relevant bewertet Google Keyword, Anzeige und Zielseite?

Entscheidend sind am Ende die Kosten pro Anfrage oder Verkauf. Eine hohe Klickrate allein sagt noch nichts über den wirtschaftlichen Erfolg.

Google Ads und KI

Google setzt immer stärker auf automatische Gebote, weitgehend passende Keywords und Kampagnen wie Performance Max, die Anzeigen weitgehend selbst ausspielen. Außerdem erscheinen Anzeigen inzwischen auch in den KI Übersichten und im KI Modus der Google Suche. Die Automatisierung funktioniert gut, wenn sie mit sauberen Conversion Daten gefüttert wird. Ohne verlässliches Tracking optimiert sie dagegen auf das Falsche, etwa auf billige Klicks oder unpassende Anfragen. Die wichtigste Aufgabe ist deshalb heute nicht mehr das Einstellen einzelner Gebote, sondern gute Daten, klare Ziele und regelmäßige Kontrolle.

Selbst machen oder auslagern?

Ein kleines Konto mit wenigen Keywords kannst du nach einer Einarbeitung selbst betreuen. Plane dafür einige Stunden pro Woche ein, vor allem am Anfang. Eine Betreuung durch einen Profi lohnt sich, wenn das Budget größer wird, mehrere Kampagnentypen zusammenspielen, das Tracking komplex ist oder du schlicht keine Zeit hast. Ein guter Mittelweg ist, das Konto professionell aufsetzen zu lassen und danach selbst weiterzuführen, mit gelegentlichen Prüfungen von außen.

Häufige Fragen zu Google Ads

Ist Google Ads das Gleiche wie SEA?

Fast. SEA steht für Suchmaschinenwerbung allgemein, also auch Werbung bei Bing. Google Ads ist das mit Abstand wichtigste Werkzeug dafür.

Was ist der Unterschied zwischen Google Ads und SEO?

Mit Google Ads kaufst du Sichtbarkeit und bist sofort sichtbar. SEO sorgt für unbezahlte Platzierungen, braucht aber Zeit. Viele Unternehmen kombinieren beides.

Kann ich Google Ads selbst machen?

Ja, das Konto ist schnell eingerichtet. Ohne Erfahrung verbrennt man aber leicht Geld, etwa durch zu weit gefasste Keywords oder fehlende Messung. Lass dir zumindest die Einrichtung von jemandem mit Erfahrung machen.

Mehr Praxiswissen findest du in meiner Schritt für Schritt Anleitung zur Google Ads Kampagne.

Wie schnell bringt Google Ads Ergebnisse?

Anzeigen können am selben Tag laufen. Bis eine Kampagne gut eingestellt ist und stabil Anfragen bringt, vergehen meist vier bis acht Wochen.

Brauche ich ein großes Budget für Google Ads?

Nein. Wichtiger ist, das Budget auf wenige, gut gewählte Keywords zu konzentrieren, statt es auf viele Themen zu verteilen.

Was ist der Unterschied zwischen Google Ads und Google AdWords?

Keiner. Google hat AdWords im Jahr 2018 in Google Ads umbenannt.

Wie viel Budget brauche ich pro Monat?

Das hängt vom Klickpreis in deiner Branche ab. Als Faustregel sollte das Budget mindestens für 20 bis 30 Klicks pro Woche und Kampagne reichen, damit sich Ergebnisse erkennen lassen.

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Ich erstelle, optimiere und betreue Google Ads Kampagnen für Unternehmen, auch mit großen Budgets. Schreib mir oder ruf mich an, das Erstgespräch ist kostenlos.

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