Eine gute Google Ads Kampagnenstruktur folgt einer einfachen Ordnung: Konto, Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords und Anzeigen. Kampagnen trennen Ziele, Budgets, Regionen und Kampagnentypen. Anzeigengruppen bündeln eng verwandte Keywords mit passenden Anzeigen und einer passenden Zielseite. Wer das sauber aufbaut, steuert sein Budget genau, bekommt bessere Qualitätsfaktoren und erkennt schnell, was funktioniert.
Die Ebenen eines Google Ads Kontos
- Konto: Zahlungsdaten, Conversion Aktionen, Verknüpfungen, kontoweite Ausschlüsse
- Kampagne: Kampagnentyp, Ziel, Budget, Gebotsstrategie, Standorte, Sprache, Zeitplan
- Anzeigengruppe: ein Thema mit passenden Keywords und Anzeigen
- Keywords: die Suchbegriffe, bei denen die Anzeigen erscheinen sollen. Mehr unter Keyword.
- Anzeigen und Assets: Texte, Sitelinks, Bilder und weitere Erweiterungen
Warum eine schlechte Struktur Budget kostet
- Viele Themen in einer Anzeigengruppe führen zu allgemeinen Anzeigen, die zu keiner Suche richtig passen.
- Ein gemeinsames Budget für sehr unterschiedliche Leistungen lässt die teuersten Begriffe das Geld aufbrauchen.
- Gemischte Regionen oder Sprachen machen Auswertungen unmöglich.
- Markensuchen in derselben Kampagne wie andere Suchen lassen Ergebnisse besser aussehen, als sie sind.
- Suche und Display in einer Kampagne vermischen zwei völlig unterschiedliche Kanäle.
Die Folge sind ein niedriger Qualitätsfaktor, höhere Klickpreise und Zahlen, aus denen man nichts ablesen kann.
So baust du die Struktur auf
- Nach Zielen und Angeboten trennen: eine Kampagne pro Leistung oder Produktgruppe mit eigenem Budget
- Markenkampagne einrichten: Suchen nach deinem Firmennamen in einer eigenen Kampagne
- Regionen bei Bedarf trennen: wenn sich Budgets oder Angebote je Region unterscheiden
- Kampagnentypen trennen: Suche, Display, Video und Performance Max nie vermischen
- Anzeigengruppen nach Themen bilden: ein klares Thema pro Gruppe, etwa „Wallbox installieren“ und „Photovoltaik Wartung“
- Passende Anzeigen schreiben: mehrere Überschriften, die das Thema der Gruppe aufgreifen
- Zielseite zuordnen: jede Anzeigengruppe führt auf die Seite, die genau dieses Thema behandelt
Ein Beispiel
Ein Elektrobetrieb bietet Photovoltaik, Wallboxen und Elektroinstallation an. Statt einer großen Kampagne mit allen Keywords entstehen drei Kampagnen mit eigenem Budget. Die Kampagne Wallbox hat Anzeigengruppen für „Wallbox installieren“, „Wallbox Förderung“ und „Wallbox für Firmenparkplatz“, jeweils mit eigenen Anzeigen und Zielseiten. Dazu kommt eine kleine Markenkampagne. Nach der Umstellung ist klar sichtbar, welche Leistung Anfragen zu welchen Kosten bringt, und das Budget lässt sich gezielt verschieben.

Wie fein sollte die Struktur sein?
Früher waren sehr kleinteilige Strukturen üblich, teilweise mit nur einem Keyword pro Anzeigengruppe. Mit automatischen Geboten und erweiterten Keyword Optionen braucht Google heute mehr Daten pro Kampagne, um gut zu lernen. Zu viele kleine Kampagnen und Gruppen verteilen die Daten und bremsen die Automatik. Bewährt hat sich ein Mittelweg: so wenige Kampagnen wie möglich, so viele wie nötig, um Budgets, Ziele und Themen sinnvoll zu trennen. Fünf bis zwanzig Keywords pro Anzeigengruppe sind ein guter Richtwert.
Standorte und Sprache
Standorte und Sprachen legst du auf Kampagnenebene fest. Wähle die Standortoption „Präsenz“, damit nur Menschen in deiner Region die Anzeigen sehen. Wenn du in mehreren Städten arbeitest, aber unterschiedlich viele Kunden willst, helfen getrennte Kampagnen oder Gebotsanpassungen nach Region.
Suche und Display trennen
Suchkampagnen erreichen Menschen, die suchen. Displaykampagnen erreichen Menschen beim Surfen. Beide brauchen andere Anzeigen, Ziele und Bewertungen. Deaktiviere deshalb in jeder Suchkampagne das Displaynetzwerk und lege für Display eigene Kampagnen an. Mehr unter Google Displaynetzwerk.
Die Struktur und die Strategie
Die Struktur bildet deine Geschäftsstrategie ab. Welche Leistungen sind am profitabelsten? Wo willst du wachsen? Welche Regionen sind wichtig? Diese Fragen bestimmen, wie viele Kampagnen du brauchst und wie das Budget verteilt wird. Eine gute Struktur macht es leicht, mehr Geld in das zu geben, was funktioniert, und weniger in das, was nicht funktioniert.
Namen, die Ordnung schaffen
Einheitliche Namen machen Auswertungen und Änderungen leichter, besonders wenn mehrere Menschen am Konto arbeiten. Bewährt hat sich ein festes Muster, etwa „Typ | Thema | Region“: „Suche | Wallbox | Köln“, „Display | Remarketing | DE“, „Suche | Marke | DE“. Anzeigengruppen benennst du nach ihrem Thema. So erkennst du in jedem Bericht sofort, worum es geht.
Typische Fehler
- Eine einzige Kampagne für alles
- Anzeigengruppen ohne klares Thema
- Viele Kampagnen mit winzigen Budgets
- Markensuchen nicht getrennt
- Alle Anzeigen auf die Startseite
- Struktur nie überprüfen, obwohl sich das Angebot geändert hat
Videos zum Thema
Google Ads Kampagnenstruktur:
Suche und Displaynetzwerk trennen:
Häufige Fragen zur Kampagnenstruktur
Wie viele Kampagnen brauche ich?
So viele, wie du unterschiedliche Ziele, Budgets oder Regionen hast. Für kleine Konten reichen oft zwei bis fünf Kampagnen.
Wie viele Keywords gehören in eine Anzeigengruppe?
Meist fünf bis zwanzig eng verwandte Keywords. Entscheidend ist, dass eine Anzeige zu allen passt.
Wie viele Anzeigen pro Anzeigengruppe?
Mindestens eine responsive Suchanzeige mit vielen unterschiedlichen Überschriften, gern zwei zum Vergleich.
Brauche ich eine eigene Kampagne für meinen Markennamen?
Ja, das ist sinnvoll. Markensuchen sind günstig und erfolgreich und sollten die Zahlen anderer Kampagnen nicht verfälschen.
Sollte ich mein Konto umbauen, wenn es schon läuft?
Wenn die Struktur Auswertungen unmöglich macht, ja. Bau schrittweise um, damit die automatischen Gebote nicht alle Daten auf einmal verlieren.
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