Alexandra Sackmann

Wissen / Fachartikel

Conversion

5 Minuten Lesezeit

Eine Conversion ist eine Handlung, die du dir von Besuchern deiner Website wünschst, zum Beispiel eine Anfrage, ein Anruf, eine Terminbuchung oder ein Kauf. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Umwandlung: Aus einem Besucher wird ein Interessent oder Kunde.

Welche Conversions gibt es?

  • Verkauf: Ein Kauf im Onlineshop.
  • Anfrage: Eine Mail, ein ausgefülltes Formular oder eine Terminbuchung.
  • Anruf: Ein Klick auf die Telefonnummer oder ein Anruf über eine Anzeige.
  • Kleine Schritte: Etwa ein Download, eine Anmeldung oder das Ansehen einer Preisseite. Sie heißen auch Mikroconversions.

Was ist die Conversion Rate?

Die Conversion Rate zeigt, wie viel Prozent der Besucher eine Conversion auslösen. Kommen 200 Besucher über eine Anzeige und 6 davon fragen an, liegt die Conversion Rate bei 3 Prozent.

Was ein guter Wert ist, hängt stark vom Angebot ab. Ein Onlineshop mit günstigen Produkten erreicht andere Werte als eine Beratung mit langem Entscheidungsweg. Vergleiche deshalb vor allem deine eigenen Werte über die Zeit.

Warum sind Conversions so wichtig?

Klicks und Besucher allein sagen wenig. Erst die Conversion zeigt, ob eine Anzeige, ein Keyword oder ein Artikel wirklich zu Anfragen führt. In Google Ads sind Conversions außerdem die Grundlage für automatische Gebotsstrategien. Ohne Conversions weiß das System nicht, worauf es optimieren soll.

Damit du Conversions siehst, brauchst du ein sauber eingerichtetes Conversion Tracking.

Wie steigere ich meine Conversions?

  • Schicke Besucher auf eine passende Landingpage statt auf die Startseite.
  • Formuliere einen klaren Call to Action.
  • Mache die Kontaktaufnahme so einfach wie möglich.
  • Zeige Vertrauen: Referenzen, Bewertungen, echte Fotos.

Ein Beispiel

Ein Softwareanbieter wirbt mit Google Ads für eine kostenlose Demo. Über die Anzeigen kommen im Monat 800 Besucher, 24 davon buchen eine Demo. Die Conversion Rate liegt bei 3 Prozent. Nach einer überarbeiteten Seite mit Kundenstimmen und einem kürzeren Buchungsformular buchen bei gleich vielen Besuchern 40 Personen. Ohne einen Euro mehr Werbebudget hat sich die Zahl der Anfragen fast verdoppelt. Das zeigt, warum die Seite nach dem Klick oft wichtiger ist als die Anzeige selbst.

Primäre und sekundäre Conversions

In Google Ads unterscheidest du zwischen Conversions, auf die das System optimieren soll, und solchen, die du nur beobachtest. Primär sollten die Handlungen sein, die wirklich Geschäft bringen, etwa Anfragen oder Käufe. Sekundär sind kleine Schritte wie das Ansehen der Preisseite. Wer alles als primär zählt, bringt die automatische Gebotsstrategie dazu, auf unwichtige Klicks zu optimieren.

Conversion und Conversion Optimierung

Conversion Optimierung bedeutet, systematisch mehr Besucher zu einer Handlung zu bewegen: durch klarere Texte, Vertrauenselemente, schnellere Seiten und einfache Wege zur Kontaktaufnahme. Mit einem A/B Test prüfst du, welche Änderung wirklich wirkt.

Conversions in Google Ads und Analytics

Google Ads und Google Analytics zählen Conversions unterschiedlich. Google Ads ordnet eine Conversion dem Tag des Klicks zu, Analytics dem Tag der Conversion. Außerdem verwenden beide oft unterschiedliche Attributionsmodelle und Zeitfenster. Abweichungen zwischen beiden Systemen sind deshalb normal. Wichtig ist, sich auf eine Quelle für die Steuerung festzulegen und die Zahlen nicht wild zu mischen. Für die Gebotssteuerung in Google Ads sind die Conversions in Google Ads selbst entscheidend.

Conversions und Datenschutz

Damit Conversions gemessen werden dürfen, brauchst du in der EU meist die Einwilligung der Besucher über ein Cookie Banner. Lehnen Besucher ab, fehlen ihre Conversions in den Berichten. Google gleicht das mit dem Consent Mode teilweise über Modellierung aus. Deshalb weichen gemessene Conversions oft von den tatsächlichen Anfragen ab. Ein Abgleich mit deinem CRM oder deinem Postfach zeigt, wie groß die Lücke ist. Mehr dazu unter Conversion Tracking.

Typische Fehler

  • Zu viele Aktionen als Conversion zählen, etwa jeden Seitenaufruf
  • Conversions doppelt zählen, etwa Formular und Danke Seite
  • Telefonanrufe nicht messen, obwohl viele Kunden anrufen
  • Nur die Anzahl betrachten und nicht die Qualität der Anfragen
  • Den Wert von Conversions nicht hinterlegen, obwohl die Aufträge sehr unterschiedlich groß sind

Conversion Werte

Nicht jede Conversion ist gleich viel wert. Eine Anfrage für ein großes Projekt bringt mehr als ein Download einer Checkliste. In Google Ads kannst du Conversions deshalb Werte zuordnen. Im Shop ist das der Umsatz, bei Dienstleistern ein geschätzter Wert, etwa aus durchschnittlichem Auftragswert mal Abschlussquote. Mit Werten kann die Gebotssteuerung gezielt auf wertvolle Anfragen optimieren, und du kannst den ROAS berechnen.

Häufige Fragen zur Conversion

Was ist der Unterschied zwischen Conversion und Lead?

Ein Lead ist ein Kontakt mit Interesse, etwa durch eine Anfrage. Die Anfrage selbst ist die Conversion. Jeder Lead entsteht also durch eine Conversion, aber nicht jede Conversion ist ein Lead, zum Beispiel ein Kauf.

Was kostet eine Conversion?

Das hängt von Klickpreis und Conversion Rate ab. Bei 2 € pro Klick und 4 Prozent Conversion Rate kostet eine Conversion 50 €.

Zählt ein Anruf als Conversion?

Ja, wenn du ihn misst. In Google Ads kannst du Anrufe über Anzeigen und Klicks auf deine Telefonnummer als Conversion erfassen.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Das hängt stark von Branche, Angebot und Kanal ab. Vergleiche vor allem deine eigenen Werte über die Zeit und ähnliche Kampagnen untereinander.

Kann eine Conversion auch offline stattfinden?

Ja. Wenn aus einer Anfrage später ein Auftrag wird, kannst du diesen Abschluss als Offline Conversion an Google Ads zurückmelden. So lernt das System, welche Anfragen wirklich wertvoll sind.

Was ist eine Mikro Conversion?

Ein kleiner Schritt vor dem eigentlichen Ziel, etwa ein Klick auf die Telefonnummer oder ein Aufruf der Preisseite. Sie hilft beim Verständnis, sollte aber nicht als Hauptziel für Gebote dienen.

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