Ein Call to Action, kurz CTA, ist eine klare Aufforderung an Besucher, etwas Bestimmtes zu tun, zum Beispiel „Jetzt Termin buchen“, „Ruf mich an“ oder „Angebot anfordern“. Er ist meist als Knopf oder Link gestaltet und führt zur nächsten Stufe auf dem Weg zum Kunden.
Warum ist ein Call to Action wichtig?
Viele Besucher würden gern Kontakt aufnehmen, wissen aber nicht wie oder wollen nicht suchen. Ein klarer Call to Action nimmt ihnen diese Entscheidung ab. Fehlt er, verlassen sie die Seite, auch wenn ihnen der Inhalt gefallen hat. Er ist deshalb einer der wichtigsten Hebel für mehr Conversions.
Was macht einen guten Call to Action aus?
- Konkret: „Erstgespräch vereinbaren“ statt „Hier klicken“
- Mit Nutzen: „Kostenlose Ersteinschätzung erhalten“
- Sichtbar: gut erkennbar, auf dem Handy ohne Scrollen erreichbar
- Einfach: wenige Schritte, keine langen Formulare
- Einer pro Seite: ein Hauptziel statt fünf Möglichkeiten
Call to Action in Anzeigen und auf LinkedIn
Auch Anzeigen brauchen eine Handlungsaufforderung, etwa „Jetzt beraten lassen“. Das steigert die CTR. Auf LinkedIn wirken weiche Aufforderungen besser, etwa eine Frage am Ende eines Beitrags, die zum Kommentieren einlädt.
Ein Beispiel
Eine Beratung schreibt unter jeden Fachartikel „Bei Fragen stehe ich gern zur Verfügung“. Kaum jemand meldet sich. Nach der Umstellung steht dort ein Kasten mit einer konkreten Einladung zum kostenlosen Erstgespräch, der Mailadresse und einer anklickbaren Telefonnummer. Die Zahl der Anfragen über die Artikel steigt spürbar. Der Inhalt war vorher schon gut, es fehlte nur der klare nächste Schritt.
Formulierungen, die funktionieren
- „Kostenloses Erstgespräch vereinbaren“
- „Jetzt anrufen“ mit sichtbarer Nummer
- „Unverbindliches Angebot anfordern“
- „Termin in 2 Minuten buchen“
Schwächer sind allgemeine Formulierungen wie „Mehr erfahren“, „Absenden“ oder „Hier klicken“, weil sie nichts über den Nutzen sagen.
Wo der Call to Action hingehört
- Oben auf der Seite, für alle, die schon überzeugt sind
- Nach wichtigen Abschnitten, etwa nach Referenzen
- Am Ende, für alle, die alles gelesen haben
- Auf dem Handy gut erreichbar, etwa als feste Telefonleiste
Call to Action im B2B
Im B2B entscheiden oft mehrere Personen, und der Weg bis zum Auftrag dauert Wochen oder Monate. Ein einziger harter Call to Action wie „Jetzt kaufen“ passt hier selten. Besser ist eine Abstufung: Für Entschlossene ein Erstgespräch oder ein Angebot, für Interessierte eine Fallstudie, ein Webinar oder eine Checkliste, für Neugierige ein Abo des Newsletters oder ein Profil auf LinkedIn. So findet jeder Besucher den nächsten Schritt, der zu seiner Phase im Funnel passt.
Call to Action auf Buttons
- Beschreiben, was passiert: „Termin wählen“ statt „Absenden“
- Aus Sicht des Nutzers formulieren: „Meine Checkliste holen“ wirkt oft besser als „Checkliste herunterladen“
- Kontrast: Der Button muss sich klar von der Umgebung abheben
- Größe: Auf dem Handy bequem mit dem Daumen treffbar
- Ein Hauptbutton pro Bereich: Mehrere gleich starke Buttons lenken ab
- Hinweis darunter: Ein kurzer Satz wie „Kostenlos und unverbindlich“ senkt die Hürde
Call to Action messen und testen
Ob ein Call to Action wirkt, zeigt die Klickrate auf den Button und vor allem die Zahl der abgeschlossenen Anfragen. Mit Conversion Tracking und einem A/B Test kannst du Varianten vergleichen: anderer Text, andere Farbe, andere Position, weniger Formularfelder. Kleine Änderungen am Text wirken oft stärker als eine neue Farbe. Teste immer nur eine Sache zur Zeit, sonst weißt du nicht, was den Unterschied gemacht hat.
Call to Action in Mails und Beiträgen
In Mails gehört der Call to Action möglichst weit nach oben und als Link oder Button deutlich sichtbar. Eine Mail sollte nur ein Ziel haben. In LinkedIn Beiträgen wirkt ein harter Verkaufsaufruf oft fremd. Besser funktionieren Fragen, die zum Kommentieren einladen, oder ein Hinweis wie „Schreib mir gern eine Nachricht, wenn du das Thema angehen willst“. Mehr zum Einstieg in Beiträge unter Hook.
Typische Fehler
- Kein Call to Action, der Besucher weiß nicht, was er tun soll
- Zu viele gleichwertige Aufforderungen auf einer Seite
- Allgemeine Texte wie „Hier klicken“ oder „Absenden“
- Formulare mit zu vielen Pflichtfeldern
- Der Button verspricht etwas anderes, als danach passiert
Häufige Fragen zum Call to Action
Wie viele Calls to Action gehören auf eine Seite?
Ein Hauptziel, das gern mehrfach auftauchen darf, etwa oben und am Ende. Dazu höchstens eine zweite, leichtere Möglichkeit.
Ist ein Telefonknopf ein Call to Action?
Ja, gerade auf dem Handy oft der wirksamste. Viele Menschen rufen lieber an, als zu schreiben.
Wie teste ich, welcher Call to Action besser wirkt?
Mit einem A/B Test, bei dem zwei Formulierungen gegeneinander laufen.
Mehr dazu unter Landingpage.
Sollte der Knopf eine bestimmte Farbe haben?
Er sollte sich deutlich vom Rest der Seite abheben. Welche Farbe am besten wirkt, hängt vom Design ab und lässt sich testen.
Ist ein Kontaktformular besser als Mail und Telefon?
Nicht unbedingt. Viele Menschen schreiben lieber eine Mail oder rufen direkt an. Wichtig ist, dass der Weg einfach und sofort sichtbar ist.
Wie viele Calls to Action sollte eine Seite haben?
Ein Hauptziel, das an mehreren Stellen wiederholt wird. Ergänzend höchstens ein weicherer zweiter Weg, etwa Telefon neben dem Formular.
Ist „Mehr erfahren“ ein guter Call to Action?
Meist nicht. Er sagt nicht, was den Leser erwartet. Konkreter ist zum Beispiel „Preise ansehen“ oder „Was ist ein Funnel?“.
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