Alexandra Sackmann

Wissen / Fachartikel

Conversion Tracking

3 Minuten Lesezeit

Conversion Tracking ist die Messung von gewünschten Handlungen auf deiner Website, etwa Anfragen, Anrufen oder Käufen, und ihre Zuordnung zur Quelle. So siehst du, welche Anzeige, welches Keyword oder welcher Kanal wirklich Kunden bringt.

Wie funktioniert Conversion Tracking?

Auf deiner Website wird ein kleines Stück Code eingebaut, meist über den Google Tag Manager. Löst ein Besucher eine Conversion aus, meldet der Code das an Google Ads oder Google Analytics. Dort siehst du dann, über welchen Klick der Besucher gekommen ist.

Seit einigen Jahren gehört auch die Einwilligung der Besucher dazu. In Europa braucht Google Ads dafür den Consent Mode. Er sorgt dafür, dass Daten nur mit Zustimmung erfasst werden und Lücken statistisch geschätzt werden.

Was sollte ich messen?

  • Abgeschickte Anfragen und Terminbuchungen
  • Klicks auf Telefonnummer und Mailadresse
  • Anrufe über Anzeigen
  • Käufe mit Umsatz, bei Onlineshops

Weniger ist mehr: Lege eine oder zwei Hauptconversions fest, auf die deine Kampagnen optimieren. Alles andere kannst du zusätzlich beobachten.

Warum ist Conversion Tracking unverzichtbar?

Ohne Tracking weißt du nicht, welche Ausgaben sich lohnen. Automatische Gebotsstrategien in Google Ads und Kampagnen wie Performance Max brauchen Conversions, um zu lernen. Fehlen sie oder sind sie falsch eingerichtet, optimiert das System auf die falschen Ziele.

In der Praxis ist fehlerhaftes Tracking einer der häufigsten Gründe, warum Kampagnen Geld verbrennen. Doppelt gezählte Conversions oder Seitenaufrufe als Ziel verzerren alle Zahlen.

Schritt für Schritt einrichten

  1. Ziele festlegen: Welche Handlungen sind für dein Geschäft wirklich wichtig?
  2. Einwilligungsbanner mit Consent Mode einrichten
  3. Google Tag Manager auf der Website einbinden
  4. Für jede Conversion eine Aktion in Google Ads oder Google Analytics anlegen
  5. Auslöser im Tag Manager setzen, etwa die Danke Seite nach einer Anfrage oder den Klick auf die Telefonnummer
  6. Mit einer Testanfrage prüfen, ob alles korrekt ankommt

Typische Fehler

  • Conversions werden doppelt gezählt, etwa wenn die Danke Seite neu geladen wird
  • Seitenaufrufe statt echter Anfragen werden als Ziel gemessen
  • Nach einem Relaunch der Website funktioniert das Tracking nicht mehr, und niemand merkt es
  • Anrufe werden gar nicht erfasst, obwohl viele Kunden lieber telefonieren

Erweiterte Conversions und Offline Daten

Mit erweiterten Conversions übermittelt Google verschlüsselte Daten wie eine Mailadresse, um Conversions trotz fehlender Cookies besser zuzuordnen. Noch genauer wird es, wenn du später meldest, welche Anfragen zu Aufträgen geworden sind. Dann optimiert Google Ads nicht nur auf Anfragen, sondern auf gute Anfragen. Beides solltest du datenschutzrechtlich prüfen lassen.

Anrufe messen

Viele Kunden rufen lieber an, als ein Formular auszufüllen. Ohne Messung von Anrufen fehlt dann ein großer Teil der Ergebnisse. Google Ads kann Anrufe aus Anzeigen direkt messen und Anrufe über die Website mit einer Weiterleitungsnummer zählen. Mindestens solltest du Klicks auf die Telefonnummer auf dem Handy als Conversion erfassen, dann allerdings als sekundäres Ziel, weil nicht jeder Klick ein Gespräch wird.

Häufige Fragen zum Conversion Tracking

Brauche ich den Google Tag Manager?

Nicht zwingend, aber er macht vieles einfacher. Du verwaltest alle Messcodes an einer Stelle, ohne jedes Mal den Code der Website zu ändern.

Ist Conversion Tracking datenschutzkonform?

Ja, wenn Besucher vorher zustimmen und du den Consent Mode nutzt. Lass dich bei der Datenschutzerklärung und dem Einwilligungsbanner im Zweifel rechtlich beraten.

Wie lange dauert es, bis Conversions angezeigt werden?

Meist einige Stunden, manchmal bis zu einem Tag. Prüfe nach der Einrichtung mit einer Testanfrage, ob alles ankommt.

Wie Google Erfolge auf mehrere Klicks verteilt, erkläre ich im Artikel Google Ads Attributionsmodellierung.

Was passiert, wenn Besucher nicht zustimmen?

Dann werden keine Cookies gesetzt. Mit dem Consent Mode schätzt Google die fehlenden Conversions anhand von Mustern, ohne einzelne Personen zu verfolgen.

Wie oft sollte ich das Tracking prüfen?

Nach jeder größeren Änderung an der Website und sonst etwa einmal im Monat mit einer Testanfrage.

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