Alexandra Sackmann

Wissen / Fachartikel

InMail

3 Minuten Lesezeit

Eine InMail ist eine Nachricht auf LinkedIn an eine Person, mit der du nicht vernetzt bist. Normale Nachrichten kannst du nur an Kontakte schicken. InMails gibt es in den kostenpflichtigen Tarifen wie Premium Business, dem Sales Navigator und Recruiter Lite.

Wie viele InMails bekomme ich?

  • Premium Career: 5 im Monat
  • Premium Business: 15 im Monat
  • Sales Navigator Core: 50 im Monat
  • Recruiter Lite: 30 im Monat

Nicht genutzte InMails werden teilweise in den Folgemonat übertragen. Antwortet der Empfänger innerhalb von 90 Tagen, bekommst du das Guthaben zurück. Die aktuellen Preise der Tarife findest du unter LinkedIn Premium Kosten.

Wann ist eine InMail sinnvoll?

Wenn eine Kontaktanfrage nicht passt oder nicht angenommen wird, du aber einen konkreten, für den Empfänger relevanten Anlass hast. Etwa nach einem Beitrag der Person, einem gemeinsamen Thema, einem Stellenwechsel oder einer Empfehlung. Für den ersten Kontakt ist eine persönliche Vernetzungsanfrage oft natürlicher.

So schreibst du eine gute InMail

  1. Kurze, konkrete Betreffzeile, die zeigt, warum gerade diese Person angeschrieben wird
  2. Persönlicher Einstieg: Bezug auf etwas, das die Person geschrieben oder getan hat
  3. Ein Satz zu dir: wer du bist und warum du schreibst
  4. Nutzen für den Empfänger, nicht dein Angebot
  5. Eine leichte Frage statt einer großen Bitte, etwa „Ist das Thema bei Ihnen gerade aktuell?“

Je kürzer, desto besser. Drei bis fünf Sätze reichen meist.

Ein Beispiel

Schwach: „Sehr geehrter Herr Müller, ich biete LinkedIn Schulungen an und würde Ihnen gern mein Angebot vorstellen. Wann passt Ihnen ein Termin?“

Besser: „Hallo Herr Müller, Ihr Beitrag zur Suche nach Fachkräften im Handwerk hat mich angesprochen, besonders der Punkt, dass gute Leute über Empfehlungen kommen. Ich unterstütze Handwerksbetriebe dabei, dass ihre Mitarbeitenden auf LinkedIn sichtbar werden. Ist das für Sie ein Thema, oder läuft das bei Ihnen schon gut?“

Typische Fehler

  • Massennachrichten mit Platzhaltern
  • Direktes Verkaufsangebot in der ersten Nachricht
  • Lange Texte über das eigene Unternehmen
  • Nachfassen im Tagestakt
  • Kein Bezug zur Person

InMail und Werbung

Daneben gibt es bezahlte Nachrichtenanzeigen über den LinkedIn Kampagnenmanager, früher Sponsored InMail genannt. Sie werden an eine Zielgruppe verschickt und pro Versand abgerechnet. In Europa unterliegen sie strengeren Regeln. Mehr unter LinkedIn Ads.

Nachfassen, aber richtig

Bleibt eine InMail unbeantwortet, ist ein einmaliges, freundliches Nachfassen nach etwa einer Woche in Ordnung. Bring dabei etwas Neues mit, etwa einen passenden Artikel oder einen Gedanken zu einem aktuellen Beitrag der Person. Danach lässt du es gut sein. Oft entsteht der Kontakt später auf anderem Weg, etwa über Kommentare zu Beiträgen. Mehr unter Social Selling.

Vernetzungsanfrage oder InMail?

Eine Vernetzungsanfrage mit kurzer persönlicher Notiz ist kostenlos und führt zu einer dauerhaften Verbindung. Danach siehst du die Beiträge der Person, sie sieht deine, und ihr könnt jederzeit schreiben. Eine InMail eignet sich, wenn du ein konkretes Anliegen hast, das sofort relevant ist, oder wenn die Person keine Anfragen von Unbekannten annimmt. Im Alltag funktioniert oft die Kombination: erst Vernetzung, dann Austausch über Beiträge, erst später eine persönliche Nachricht.

Häufige Fragen zu InMails

Wie hoch ist die Antwortquote von InMails?

Sie hängt stark von der Persönlichkeit der Nachricht ab. Persönliche, kurze InMails werden deutlich häufiger beantwortet als Standardtexte.

Kann ich InMails kaufen?

In manchen Tarifen ja, meist ist es aber sinnvoller, die enthaltenen InMails gezielt zu nutzen.

Kann ich InMails blockieren?

Ja, in den Einstellungen zur Datenschutzeinstellung für Nachrichten kannst du festlegen, ob du InMails erhalten möchtest.

Zählt eine Open Profile Nachricht als InMail?

Nein. Personen mit offenem Profil kannst du als Premium Mitglied kostenlos anschreiben, ohne InMail Guthaben zu verbrauchen.

Sieht der Empfänger, dass es eine InMail ist?

Ja, InMails sind im Postfach gekennzeichnet und landen teils in einem eigenen Bereich für Nachrichten von Unbekannten.

Deine Frage zu InMail

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