Conversion Tracking misst, welche Klicks auf deine Anzeigen zu Anfragen, Anrufen oder Käufen führen. Ohne Tracking weißt du nicht, was wirkt, und die automatischen Gebote von Google haben keine Grundlage. In Deutschland gehört dazu der Consent Mode v2: Er übergibt die Einwilligung aus deinem Cookie Banner an Google. Hier erfährst du, was du messen solltest, wie du das Tracking einrichtest und prüfst und welche Fehler die Zahlen verfälschen.
Was du messen solltest
| Conversion | Beispiel | Wichtig |
|---|---|---|
| Anfrage | Kontaktformular abgeschickt | für fast alle Dienstleister die wichtigste |
| Anruf | Anruf über die Anzeige oder von der Website | bei lokalen Anbietern oft der größte Teil |
| Kauf | Bestellung im Shop, mit Wert | für Onlineshops Pflicht |
| Termin | Buchung über ein Terminwerkzeug | für Praxen, Berater, Coaches |
| Mikroziel | Download, Klick auf die Mailadresse | nur beobachten, nicht als Ziel für Gebote |
Die wichtigste Regel: Als Hauptziel zählt nur, was für dein Geschäft wirklich zählt. Alles andere stellst du als Nebenziel ein. So siehst du es im Bericht, aber die Gebote richten sich nicht danach.
Hauptziel oder Nebenziel?
Google Ads unterscheidet zwischen primären und sekundären Conversion Aktionen. Nur primäre fließen in die Spalte Conversions und in die automatischen Gebote. Sekundäre siehst du unter allen Conversions.
Ein häufiger Fehler: Ein Klick auf die Telefonnummer, ein Seitenaufruf und das Formular sind alle primär. Dann zählt Google drei Conversions für einen einzigen Besucher und bietet auf Menschen, die zwar klicken, aber nie anfragen.
Wichtig ist auch die Zählweise: Bei Anfragen zählst du eine Conversion pro Klick, bei Käufen jede einzelne.
Conversion Tracking einrichten in 7 Schritten
- In Google Ads unter Ziele eine neue Conversion Aktion anlegen, etwa für Anfragen
- Den Google Tag auf deiner Website einbauen, direkt oder über den Google Tag Manager
- Das Ereignis festlegen, das zählt, etwa die Danke Seite oder das Absenden des Formulars
- Zählweise, Wert und Zeitfenster der Conversion einstellen
- Den Consent Mode v2 mit deinem Cookie Banner verbinden
- Eine Testanfrage senden und mit dem Tag Assistant prüfen
- Nach einigen Tagen kontrollieren, ob die Conversion in Google Ads erscheint
Nutzt du bereits Google Analytics, kannst du Ereignisse von dort importieren. Für die Gebote ist der direkte Google Ads Tag aber meist genauer und schneller. Wichtig ist, nicht beides gleichzeitig als Hauptziel zu zählen.
Keine Zeit, das selbst umzusetzen?
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Anrufe messen
Viele Kunden rufen lieber an, als ein Formular auszufüllen. Werden Anrufe nicht gemessen, wirkt Google Ads schlechter, als es ist.
- Anrufe aus der Anzeige: mit einem Anruf Asset. Google zeigt eine Weiterleitungsnummer und zählt Anrufe ab einer Mindestdauer, etwa 60 Sekunden.
- Anrufe von der Website: Google ersetzt deine Nummer auf der Website für Besucher aus Anzeigen durch eine Weiterleitungsnummer.
- Klicks auf die Nummer: zählen nur, ob jemand tippt, nicht ob ein Gespräch stattfand. Besser als Nebenziel.
Die Mindestdauer filtert Verwählungen und kurze Fragen heraus. Wähle sie so, dass ein echtes Gespräch dahinter steht.
Was ist der Consent Mode v2?
Seit März 2024 müssen Werbetreibende im Europäischen Wirtschaftsraum Google mitteilen, ob Besucher eingewilligt haben. Das übernimmt der Consent Mode v2. Er übergibt vier Signale: ob Daten gespeichert, für Analysen genutzt, für Werbung verwendet und für personalisierte Werbung genutzt werden dürfen.
| Variante | Was passiert ohne Einwilligung |
|---|---|
| Einfach | Der Google Tag lädt erst nach der Einwilligung. Ohne Einwilligung kommen keine Daten an. |
| Erweitert | Der Tag lädt immer, sendet ohne Einwilligung aber nur Signale ohne Cookies. Google schätzt daraus fehlende Conversions. |
Die meisten Cookie Banner wie Borlabs, Usercentrics oder Cookiebot unterstützen den Consent Mode. Welche Variante für dich zulässig ist, klärst du am besten mit deiner Datenschutzberatung.
Erweiterte Conversions
Bei erweiterten Conversions übermittelt dein Formular zusätzlich verschlüsselte Daten wie die Mailadresse an Google. Google gleicht sie mit angemeldeten Nutzern ab und kann so mehr Conversions zuordnen, ohne die Daten im Klartext zu sehen.
Das hilft, weil viele Menschen zwischen Geräten wechseln oder Cookies löschen. Die Einrichtung geht über den Tag Manager oder direkt im Google Tag. Auch hier gilt: nur mit Einwilligung.
So prüfst du dein Tracking
- Unter Ziele den Status jeder Conversion Aktion ansehen. „Aktiv“ ist gut, „Keine aktuellen Conversions“ ein Warnsignal.
- Mit dem Tag Assistant von Google eine Testanfrage durchspielen.
- Die Zahl der Conversions in Google Ads mit den echten Anfragen im Postfach vergleichen.
- Nach jeder Änderung an Website, Formular oder Cookie Banner erneut testen.
Typische Fehler
- Conversions werden doppelt gezählt, etwa über Google Ads und Analytics zugleich
- Die Danke Seite ist auch ohne Formular erreichbar
- Der Consent Mode fehlt oder übergibt falsche Werte
- Anrufe werden gar nicht gemessen
- Nach einem Website Umbau ist der Tag verschwunden
- Unwichtige Aktionen wie Seitenaufrufe sind Hauptziel
Mehr als nur das Formular
Im B2B oder bei teuren Leistungen zählt nicht jede Anfrage gleich. Mit dem Import von Offline Conversions meldest du zurück, welche Anfragen zu Terminen und Aufträgen wurden. So optimiert Google auf echte Kunden. Wie du die Werte richtig gewichtest, steht unter Attributionsmodellierung.
Das klappt über die Klickkennung, die Google an die Adresse hängt, oder über erweiterte Conversions für Anfragen. Dein CRM oder eine einfache Datei liefert die Rückmeldung.
Häufige Fragen zum Conversion Tracking
Warum brauche ich Conversion Tracking?
Weil du sonst nicht weißt, welche Suchbegriffe und Anzeigen Kunden bringen. Außerdem brauchen die automatischen Gebote von Google diese Daten.
Brauche ich den Google Tag Manager?
Nein, aber er hilft. Du kannst den Google Tag auch direkt einbauen. Der Tag Manager macht spätere Änderungen einfacher.
Ist Consent Mode v2 Pflicht?
Für Werbetreibende im Europäischen Wirtschaftsraum, die Daten für Messung und personalisierte Werbung nutzen wollen, ja, seit März 2024.
Was ist der Unterschied zwischen primären und sekundären Conversions?
Primäre Conversions zählen in der Spalte Conversions und steuern die Gebote. Sekundäre siehst du nur im Bericht.
Was sind erweiterte Conversions?
Eine Ergänzung, bei der verschlüsselte Daten aus dem Formular übermittelt werden, damit Google mehr Conversions zuordnen kann.
Wie prüfe ich, ob mein Tracking funktioniert?
Mit dem Tag Assistant von Google und einer Testanfrage. Nach einigen Stunden bis Tagen sollte sie in Google Ads erscheinen.
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