Alexandra Sackmann

Wissen / Fachartikel

Ausschließende Keywords

3 Minuten Lesezeit

Ausschließende Keywords sind Suchbegriffe, bei denen deine Anzeige in Google Ads nicht erscheinen soll. Sie sind eines der wirksamsten Mittel, um Budget zu sparen und nur Klicks von wirklich Interessierten zu bezahlen.

Ein Beispiel

Du bietest eine Google Ads Betreuung an. Ohne Ausschlüsse kann deine Anzeige auch bei Suchen wie „Google Ads Job“, „Google Ads kostenlos“ oder „Google Ads Schulung“ erscheinen. Diese Menschen suchen etwas anderes. Mit den ausschließenden Keywords „Job“, „kostenlos“ und „Schulung“ verhinderst du solche Klicks.

Wie finde ich ausschließende Keywords?

  • Im Bericht „Suchbegriffe“ siehst du, bei welchen echten Suchen deine Anzeige erschienen ist.
  • Typische Kandidaten: Job, Gehalt, kostenlos, gratis, Ausbildung, Definition, Download
  • Namen von Wettbewerbern oder Marken, die du nicht anbietest
  • Orte, die du nicht bedienst

Wo lege ich sie an?

Auf Ebene der Anzeigengruppe, der Kampagne oder als Liste für mehrere Kampagnen. Listen sind praktisch, weil du allgemeine Ausschlüsse einmal pflegst und überall nutzt. Auch für Performance Max sind inzwischen Ausschlusslisten möglich.

Eine Grundliste zum Start

Für viele Dienstleister lohnt sich von Anfang an eine Liste mit allgemeinen Ausschlüssen. Typische Begriffe sind:

  • Job, Jobs, Stellenangebot, Gehalt, Ausbildung, Praktikum
  • kostenlos, gratis, umsonst, selber machen
  • Definition, Bedeutung, Wikipedia
  • Vorlage, Muster, Download, PDF

Prüfe aber jeden Begriff für dein Angebot. Wer Vorlagen verkauft, darf „Vorlage“ natürlich nicht ausschließen.

Ausschlüsse zwischen Kampagnen

Ausschließende Keywords helfen auch, Suchen sauber auf deine Kampagnen zu verteilen. Wenn eine Markenkampagne und eine allgemeine Kampagne nebeneinander laufen, schließt du deinen Markennamen in der allgemeinen Kampagne aus. So landet jede Suche dort, wo sie hingehört, und du siehst klar, was welche Kampagne bringt.

Optionen bei ausschließenden Keywords

Auch Ausschlüsse kennen weitgehend passend, passende Wortgruppe und genau passend. Ein weitgehend passender Ausschluss blockiert jede Suche, die alle Wörter enthält. Ein genau passender Ausschluss blockiert nur genau diese Suche. So kannst du sehr fein steuern, ohne zu viel zu blockieren.

Typische Fehler

  • Zu allgemeine Wörter ausschließen und dadurch gute Suchen blockieren, etwa „kosten“, obwohl Menschen mit Kaufabsicht nach Kosten fragen
  • Ausschlüsse als weitgehend passend anlegen, ohne die Wirkung zu prüfen
  • Listen nur einmal anlegen und nie erweitern
  • Eigene Markennamen versehentlich ausschließen
  • Ausschlüsse auf Kontoebene setzen, obwohl sie nur für eine Kampagne gelten sollen

Ausschlusslisten nutzen

Mit gemeinsamen Ausschlusslisten pflegst du Begriffe zentral und weist sie mehreren Kampagnen zu. Bewährt haben sich getrennte Listen für Jobsuchen, kostenlose Angebote, Wettbewerber und fremde Regionen. So musst du neue Begriffe nur an einer Stelle eintragen.

Ausschließende Keywords bei Remarketing und Display

Im Displaynetzwerk und bei Videokampagnen wirken ausschließende Keywords anders als in der Suche. Sie schließen dort Seiten mit bestimmten Themen aus, aber nicht so zuverlässig wie in der Suche. Für die Kontrolle der Platzierungen sind dort Ausschlüsse von Websites, Apps und Inhaltsarten meist wirksamer. Mehr unter Displaynetzwerk.

Häufige Fragen zu ausschließenden Keywords

Wie oft sollte ich Suchbegriffe prüfen?

Am Anfang wöchentlich, später alle zwei bis vier Wochen. Vor allem bei weitgehend passenden Keyword Optionen ist das wichtig.

Kann ich zu viel ausschließen?

Ja. Wer zu breit ausschließt, verliert gute Suchen. Prüfe deshalb, ob ein Ausschluss nicht auch wertvolle Varianten blockiert.

Gelten bei Ausschlüssen auch ähnliche Varianten?

Nein. Ausschließende Keywords greifen nur bei genau diesen Wörtern, nicht bei Synonymen oder Schreibvarianten. Lege diese bei Bedarf zusätzlich an.

Weitere Tipps im Artikel Google Ads Kampagnen optimieren.

Sind ausschließende Keywords bei Performance Max möglich?

Ja, inzwischen auf Kampagnenebene. Für Marken gibt es zusätzlich eigene Ausschlusslisten.

Wie viele ausschließende Keywords sind normal?

Das reicht von einigen Dutzend bis zu mehreren Hundert. Wichtig ist nicht die Zahl, sondern dass sie regelmäßig gepflegt werden.

Kann ich Wettbewerber ausschließen?

Ja, wenn Suchen nach Wettbewerbern bei dir keine Anfragen bringen. Manche Unternehmen bieten aber bewusst auf solche Suchen, das ist eine strategische Entscheidung.

Deine Frage zu Ausschließende Keywords

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