Für eine gute Keyword Recherche brauchst du kein teures Werkzeug. Mit dem Google Keyword Planer, den Suchvorschlägen von Google, der Google Search Console, Google Trends und dem kostenlosen Keyword Tool von Bing findest du die Suchbegriffe deiner Kunden. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern die Frage: Mit welchen Wörtern sucht jemand, der bei dir kaufen oder anfragen will?
Warum die Keyword Recherche so wichtig ist
In Google Ads entscheiden die Keywords, bei welchen Suchen deine Anzeige erscheint. Wählst du zu allgemeine Begriffe, zahlst du für Klicks von Menschen, die gar nicht kaufen wollen. Wählst du zu enge Begriffe, verpasst du Kunden. Eine gründliche Recherche ist deshalb der Teil der Arbeit, der später am meisten Geld spart. Dasselbe gilt für SEO: Wer die Sprache seiner Kunden kennt, schreibt Texte, die gefunden werden.
Was ist ein gutes Keyword für Google Ads?
- Klare Absicht: „Steuerberater GmbH Köln“ zeigt Bedarf, „Steuern Definition“ nicht. Mehr unter Suchintention.
- Passt zu deinem Angebot: Du bietest genau das an, was gesucht wird.
- Wird gesucht: Es gibt ein nennenswertes Suchvolumen, wobei auch kleine Zahlen wertvoll sein können.
- Bezahlbar: Der Klickpreis passt zu dem, was ein Kunde dir bringt. Mehr unter CPC.
Lange, genaue Suchbegriffe mit wenig Volumen sind oft die besten. Sie sind günstiger, und wer so genau sucht, weiß meist schon, was er will.
Keyword Recherche: Schritt für Schritt
- Brainstorming: Schreib auf, wie deine Kunden dein Angebot beschreiben. Frag im Team, lies Mails und Anfragen, hör bei Telefonaten genau hin.
- Erweitern: Mit den Werkzeugen unten ähnliche Begriffe, Varianten und Fragen finden.
- Bewerten: Suchvolumen, Klickpreis und vor allem die Absicht hinter jedem Begriff prüfen.
- Gruppieren: Eng verwandte Begriffe zu Themen bündeln. Jedes Thema wird eine Anzeigengruppe.
- Ausschließen: Begriffe sammeln, bei denen du nicht erscheinen willst, etwa „kostenlos“, „Job“ oder „selber machen“. Mehr unter Ausschließende Keywords.
- Nach dem Start weiterlernen: Der Bericht zu Suchbegriffen in Google Ads zeigt, wonach wirklich gesucht wurde.
Die besten kostenlosen Werkzeuge
Google Keyword Planer
Das wichtigste Werkzeug für Google Ads. Du findest es im Google Ads Konto unter Tools. Es zeigt Suchvolumen, Klickpreise und ähnliche Begriffe. Ohne laufende Kampagnen zeigt es Volumen oft nur als grobe Spanne. Für die Planung reicht das meist.
Google Suchvorschläge
Wenn du einen Begriff in die Google Suche tippst, schlägt Google Ergänzungen vor. Das sind echte, häufige Suchen. Auch die Fragen unter „Ähnliche Fragen“ und die verwandten Suchen am Ende der Ergebnisseite liefern viele Ideen.

Google Search Console
Wenn deine Website schon Besucher hat, zeigt die Search Console, bei welchen Suchen sie erscheint. Begriffe mit vielen Impressionen, aber schlechter Position, sind gute Kandidaten für Anzeigen oder neue Inhalte.
Google Trends
Google Trends zeigt, wie sich das Interesse an Begriffen über die Zeit und nach Regionen entwickelt. So erkennst du saisonale Schwankungen und kannst Begriffe vergleichen, etwa „Wärmepumpe“ und „Pelletheizung“.

Bing Keyword Recherche
In den kostenlosen Bing Webmaster Tools gibt es ein eigenes Keyword Tool mit Suchvolumen und ähnlichen Begriffen. Die Zahlen gelten für Bing, die Ideen helfen aber auch für Google.
Kostenlose Versionen von SEO Werkzeugen
Anbieter wie Ahrefs oder Semrush bieten eingeschränkte kostenlose Keyword Generatoren an. Sie liefern Ideen und grobe Volumen, oft mit einer begrenzten Zahl von Abfragen pro Tag.
KI Tools als Ideengeber
ChatGPT oder andere KI Tools helfen beim Brainstorming, etwa mit dem Prompt „Wie suchen Geschäftsführer kleiner Handwerksbetriebe nach Hilfe bei der Buchhaltung?“. Suchvolumen und Klickpreise liefern sie nicht verlässlich. Prüfe die Ideen deshalb immer im Keyword Planer.
Ein Beispiel
Ein Fahrradladen mit Werkstatt will mehr Reparaturaufträge. Im Brainstorming entstehen Begriffe wie „Fahrrad Reparatur“, „Fahrradwerkstatt“ und „E Bike Inspektion“. Die Suchvorschläge ergänzen „Fahrradwerkstatt in der Nähe“ und „E Bike Akku tauschen“. Der Keyword Planer zeigt, dass „Fahrradwerkstatt [Stadt]“ am häufigsten gesucht wird. Ausgeschlossen werden „gebraucht“, „kaufen“ und „selber reparieren“. Es entstehen drei Anzeigengruppen: Werkstatt allgemein, E Bike Service und Inspektion. Nach dem Start zeigt der Suchbegriffbericht, dass viele nach „Fahrrad Schlauch wechseln Kosten“ suchen. Dieser Begriff kommt als neues Keyword dazu.
Keyword Recherche für SEO
Für SEO funktioniert die Recherche ähnlich. Dort sind aber auch Informationssuchen wertvoll, etwa „Wie oft sollte man ein E Bike warten?“. Solche Fragen beantwortest du mit Ratgeberartikeln oder einem Glossar, Kaufsuchen mit Leistungsseiten. Für KI Suche gilt: Menschen stellen dort oft ganze Fragen. Inhalte, die diese Fragen direkt beantworten, haben gute Chancen, zitiert zu werden. Mehr dazu unter GEO.
Typische Fehler
- Nur auf Begriffe mit hohem Suchvolumen setzen
- Die Absicht hinter dem Suchbegriff nicht prüfen
- Fachbegriffe verwenden, die Kunden nicht nutzen
- Keine ausschließenden Keywords sammeln
- Die Recherche einmal machen und nie wieder anpassen
Videos zur Keyword Recherche
Häufige Fragen zur Keyword Recherche
Ist der Google Keyword Planer kostenlos?
Ja. Du brauchst nur ein Google Ads Konto. Ohne laufende Kampagnen zeigt er Suchvolumen allerdings meist als Spanne.
Wie viele Keywords brauche ich für den Start?
Für eine erste Suchkampagne reichen oft 20 bis 50 gut gewählte Keywords in wenigen Anzeigengruppen.
Was ist ein Longtail Keyword?
Ein längerer, genauer Suchbegriff mit wenig Volumen, etwa „Steuerberater für Zahnärzte Köln“. Solche Begriffe sind oft günstiger und bringen passendere Besucher.
Wie oft sollte ich die Keyword Recherche wiederholen?
Prüfe den Suchbegriffbericht regelmäßig und mache etwa einmal im Jahr eine größere Recherche, besonders bei neuen Angeboten.
Lohnen sich kostenpflichtige Keyword Tools?
Für SEO mit vielen Inhalten oft ja. Für einzelne Google Ads Kampagnen reichen die kostenlosen Werkzeuge meist aus.
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