Die Gebotsstrategie legt fest, wie Google für dich in der Auktion bietet. Für die meisten Konten mit sauberem Tracking ist eine automatische Strategie wie „Conversions maximieren“ die richtige Wahl. Automatische Gebote auf Basis von Conversions nennt Google Smart Bidding. Sie funktionieren aber nur so gut wie die Daten, die du ihnen gibst. Hier erfährst du, welche Strategie zu welchem Ziel passt, wann du wechseln solltest und welche Fehler am meisten kosten.
Die Gebotsstrategien im Überblick
| Strategie | Ziel | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Conversions maximieren | möglichst viele Anfragen oder Käufe im Budget | Tracking sauber läuft, auch beim Start |
| Conversions maximieren mit Ziel CPA | Conversions zu einem Wunschpreis | genug Daten da sind und du deine Kosten pro Anfrage kennst |
| Conversion Wert maximieren | möglichst viel Umsatz im Budget | Conversions unterschiedliche Werte haben, etwa im Shop |
| Conversion Wert maximieren mit Ziel ROAS | Umsatz zu einem Wunschverhältnis | genug Verkäufe mit Werten da sind |
| Klicks maximieren | möglichst viele Besucher | noch kein Tracking möglich ist, nur übergangsweise |
| Anteil an möglichen Impressionen | Anzeige oft oder ganz oben zeigen | für Suchen nach deinem Markennamen |
| Manueller CPC | du legst Gebote selbst fest | nur in Sonderfällen |
Was ist Smart Bidding?
Smart Bidding sind die automatischen Gebotsstrategien, die auf Conversions oder Umsatz optimieren. Google wertet bei jeder Suche viele Signale aus, etwa Gerät, Ort, Uhrzeit, Sprache und die bisherige Suche, und passt das Gebot an. Das kann kein Mensch per Hand.
Der Haken: Smart Bidding lernt aus deinen Conversions. Zählst du die falschen Dinge, etwa jeden Klick auf die Telefonnummer oder jeden Seitenaufruf, optimiert Google genau darauf. Die Qualität deiner Messung bestimmt also die Qualität deiner Gebote. Mehr unter Conversion Tracking einrichten.
Welche Strategie für welches Konto?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Neue Suchkampagne, Tracking läuft | Conversions maximieren ohne Ziel |
| Stabil, mindestens 15 bis 30 Conversions in 30 Tagen | Ziel CPA ergänzen, nahe am bisherigen Wert |
| Onlineshop mit Umsatzwerten | Conversion Wert maximieren, später mit Ziel ROAS |
| Kein Tracking möglich | Klicks maximieren mit Höchstgebot, übergangsweise |
| Kampagne für den eigenen Namen | Anteil an möglichen Impressionen oder Conversions maximieren |
| Sehr kleines Konto mit kaum Conversions | Conversions maximieren, Kampagnen bündeln statt aufteilen |
Die Zahl von 15 bis 30 Conversions ist eine Faustregel. Mit weniger Daten geht es auch, die Ergebnisse schwanken dann aber stärker.
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Ziel CPA und Ziel ROAS
Mit einem Ziel CPA sagst du Google, was eine Anfrage im Schnitt kosten darf. Mit einem Ziel ROAS legst du fest, wie viel Umsatz pro Euro Werbekosten herauskommen soll. Ein Ziel ROAS von 400 Prozent bedeutet: Für einen Euro Werbekosten sollen vier Euro Umsatz entstehen.
Setze die Ziele realistisch, am besten nahe an deinen bisherigen Werten. Ein zu strenges Ziel führt dazu, dass Google kaum noch bietet und deine Anzeigen selten erscheinen. Passe Ziele lieber in kleinen Schritten von zehn bis zwanzig Prozent an.
Ein Rechenbeispiel
Ein Beispiel mit angenommenen Werten: Ein Auftrag bringt dir 1.000 € Deckungsbeitrag. Jede vierte Anfrage wird zum Auftrag. Dann darf eine Anfrage höchstens 250 € kosten, damit du nicht draufzahlst. Willst du einen Gewinn, liegt dein Ziel CPA darunter, etwa bei 150 €.
So kommst du von deinem Geschäft zu einem Ziel, statt einen Wert zu raten. Mehr unter Lohnen sich Google Ads?
Die Lernphase
Nach jeder größeren Änderung braucht Google Zeit, um zu lernen. In dieser Phase schwanken Kosten und Ergebnisse. Ändere die Strategie deshalb nicht ständig, und bewerte eine neue Einstellung erst nach einigen Wochen.
- Als größere Änderung gelten ein Wechsel der Strategie, ein neues Ziel, neue Conversion Aktionen und starke Budgetänderungen.
- Ändere Budget und Ziel nicht am selben Tag.
- Bei wenigen Conversions dauert das Lernen länger.
Hilfen für besondere Fälle
- Saisonale Anpassungen: Erwartest du für wenige Tage deutlich mehr Conversions, etwa bei einer Aktion, sagst du es Google vorher.
- Datenausschlüsse: War das Tracking einige Tage defekt, schließt du den Zeitraum aus, damit Google nichts Falsches lernt.
- Portfoliostrategien: Mehrere Kampagnen teilen sich eine Strategie. Das hilft kleinen Kampagnen mit wenigen Daten.
Typische Fehler
- Smart Bidding ohne funktionierendes Tracking
- Unwichtige Aktionen als Conversion zählen, etwa Seitenaufrufe
- Ziel CPA oder Ziel ROAS zu streng setzen
- Die Strategie jede Woche wechseln
- Zu wenig Budget für die gewählte Strategie
- Viele kleine Kampagnen, von denen keine genug Daten hat
Welche Strategie für den Start?
Für eine neue Suchkampagne mit sauberem Tracking empfehle ich meist „Conversions maximieren“ ohne Ziel. Sobald genug Daten da sind, kannst du einen Ziel CPA ergänzen. Onlineshops wechseln später auf „Conversion Wert maximieren“.
Läuft dein Tracking noch nicht, richte es zuerst ein. Jede Woche mit automatischen Geboten auf falschen Daten kostet Geld.
Häufige Fragen zu Gebotsstrategien
Welche Gebotsstrategie ist die beste?
Für die meisten Konten mit sauberem Tracking „Conversions maximieren“, später mit Ziel CPA. Onlineshops nutzen eher „Conversion Wert maximieren“.
Was bedeutet Ziel CPA?
Der Wunschpreis pro Conversion, etwa pro Anfrage. Google versucht, im Schnitt diesen Wert zu erreichen.
Was ist der Unterschied zwischen Ziel CPA und Ziel ROAS?
Ziel CPA steuert auf Kosten pro Anfrage, Ziel ROAS auf Umsatz im Verhältnis zu den Werbekosten. ROAS braucht Conversions mit Werten.
Wie viele Conversions braucht Smart Bidding?
Es funktioniert schon mit wenigen. Für ein festes Ziel wie Ziel CPA gelten 15 bis 30 Conversions in 30 Tagen als gute Faustregel.
Wie lange dauert die Lernphase?
Meist ein bis zwei Wochen, bei wenigen Conversions länger. In dieser Zeit solltest du die Kampagne möglichst wenig ändern.
Sind manuelle Gebote noch sinnvoll?
Nur in Sonderfällen, etwa bei sehr wenigen Daten. Mit sauberem Tracking sind automatische Strategien fast immer besser.
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