Der CPC (Cost per Click) ist der Betrag, den du zahlst, wenn jemand auf deine Anzeige klickt. Er ist das wichtigste Abrechnungsmodell bei Google Ads, LinkedIn Ads und vielen anderen Werbeplattformen.
Wie entsteht der CPC?
Bei Google Ads legst du ein maximales Gebot fest, also wie viel du höchstens pro Klick zahlen willst. Bei jeder Suche entscheidet eine Auktion, welche Anzeigen erscheinen. Dabei zählen dein Gebot und die Qualität deiner Anzeige, gemessen am Qualitätsfaktor.
Du zahlst in der Regel nicht dein volles Gebot, sondern nur so viel, wie nötig ist, um den Platz knapp vor dem nächsten Mitbewerber zu halten.
Was kostet ein Klick?
In vielen Branchen liegt der CPC bei Google zwischen 0,30 € und 5 €. In umkämpften Bereichen wie Recht, Versicherungen oder Software können es 20 € und mehr sein. Auf LinkedIn liegen die Klickpreise im B2B meist deutlich höher als bei Google.
Wie viel ein Klick kosten darf, hängt von deinem Angebot ab. Bringt ein Kunde 5.000 € Umsatz, kann ein Klick für 10 € sehr günstig sein.
Wie senke ich meinen CPC?
- Verbessere den Qualitätsfaktor durch passende Anzeigen und Zielseiten.
- Steigere die CTR mit klaren, relevanten Anzeigentexten.
- Schließe unpassende Suchbegriffe über ausschließende Keywords aus.
- Setze auf spezifische Keywords mit klarer Absicht statt auf allgemeine Begriffe.
Welcher CPC ist für mich wirtschaftlich?
Rechne rückwärts. Bringt ein neuer Kunde im Schnitt 3.000 € Umsatz und wird jede fünfte Anfrage zum Auftrag, ist eine Anfrage 600 € wert. Liegt die Conversion Rate deiner Seite bei 4 Prozent, brauchst du 25 Klicks pro Anfrage. Ein Klickpreis von bis zu 24 € wäre dann rein rechnerisch tragbar. Diese Rechnung hilft, Klickpreise nüchtern zu bewerten, statt sich von hohen Zahlen abschrecken zu lassen.
Manuelle und automatische Gebote
Beim manuellen CPC legst du für jedes Keyword selbst fest, wie viel du höchstens zahlst. Bei automatischen Gebotsstrategien wie „Conversions maximieren“ oder „Ziel CPA“ setzt Google die Gebote für jede einzelne Suche selbst. Das funktioniert gut, wenn genug Conversions und sauberes Conversion Tracking vorhanden sind. Bei sehr wenigen Daten ist manuelle Steuerung oft die bessere Wahl für den Anfang.
CPC auf anderen Plattformen
- Microsoft Advertising (Bing): oft günstiger als Google, mit kleinerer Reichweite
- LinkedIn Ads: deutlich teurer, dafür sehr genaue Ausrichtung auf Entscheider. Mehr unter LinkedIn Ads
- ChatGPT Ads: neuer Kanal mit noch schwankenden Preisen. Mehr unter ChatGPT Ads
Ein Rechenbeispiel
Ein Handwerksbetrieb zahlt im Schnitt 2,50 € pro Klick. Von 100 Besuchern fragen 5 an, die Conversion Rate liegt also bei 5 Prozent. Eine Anfrage kostet damit 50 €. Jede dritte Anfrage wird zum Auftrag mit durchschnittlich 3.000 € Umsatz. Ein Auftrag kostet also 150 € Werbebudget. Bei einer Marge von 30 Prozent bleiben 900 € Gewinn pro Auftrag. Der CPC von 2,50 € ist hier völlig unproblematisch. Würde die Conversion Rate auf 1 Prozent fallen, würde dieselbe Rechnung schnell kippen. Der CPC allein sagt also wenig. Er muss immer zusammen mit Conversion Rate und Auftragswert betrachtet werden.
Warum steigt mein CPC?
- Mehr Wettbewerb: Neue Anbieter bieten auf dieselben Keywords
- Saison: In starken Monaten steigen die Gebote vieler Anbieter
- Automatische Gebote: Strategien wie maximale Conversions bieten bei vielversprechenden Suchen höher
- Sinkender Qualitätsfaktor: Anzeige oder Zielseite passen schlechter
- Neue Platzierungen: etwa Anzeigen in den KI Übersichten oder bessere Positionen
- Erweiterte Keywords: Weitgehend passende Keywords lösen teurere Suchen aus
Ein steigender CPC ist nicht automatisch schlecht. Wenn die Kosten pro Anfrage stabil bleiben, ist alles in Ordnung.
CPC, CPM und CPA im Vergleich
- CPC (Cost per Click): Du zahlst pro Klick. Standard in der Google Suche.
- CPM (Cost per Mille): Du zahlst pro 1.000 Impressionen. Üblich bei Reichweitenkampagnen und oft bei LinkedIn.
- CPA (Cost per Acquisition): Kosten pro Anfrage oder Verkauf. In Google Ads auch als Gebotsstrategie Ziel CPA nutzbar.
- CPV (Cost per View): Kosten pro Videoaufruf, etwa bei YouTube Anzeigen.
Häufige Fragen zum CPC
Was ist der Unterschied zwischen CPC und CPM?
Beim CPC zahlst du pro Klick, beim CPM pro 1.000 Einblendungen, egal ob geklickt wird. CPM eignet sich für Bekanntheit, CPC für Besucher und Anfragen.
Ist ein niedriger CPC immer besser?
Nein. Entscheidend sind die Kosten pro Conversion. Ein teurer Klick, der oft zu Anfragen führt, ist besser als viele günstige Klicks ohne Ergebnis.
Wo sehe ich meinen durchschnittlichen CPC?
In Google Ads in der Spalte „Durchschn. CPC“ auf Ebene von Kampagne, Anzeigengruppe und Keyword.
Wie du dein Budget insgesamt planst, erkläre ich im Artikel Google Ads Kosten.
Warum steigen die Klickpreise?
Mehr Wettbewerber, automatische Gebotsstrategien und weniger Platz für Anzeigen durch neue Elemente in der Suche treiben die Preise in vielen Branchen nach oben.
Kann ich einen festen Klickpreis vereinbaren?
Nein. Du legst nur ein Höchstgebot fest. Der tatsächliche Preis entsteht bei jeder Suche neu in der Auktion.
Welcher CPC ist in meiner Branche normal?
Das zeigt der Keyword Planer in Google Ads mit Spannen für jedes Keyword. Rechtsberatung, Versicherungen und Finanzen gehören zu den teuersten Bereichen, lokale Dienstleistungen liegen oft deutlich darunter.
Zahle ich immer mein maximales Gebot?
Nein. Meist zahlst du weniger, nämlich nur so viel, wie nötig ist, um den nächsten Wettbewerber zu überbieten.
Wie hängen CPC und Qualitätsfaktor zusammen?
Ein hoher Qualitätsfaktor senkt den Preis, den du für eine bestimmte Position zahlen musst. Gute Anzeigen und passende Zielseiten sparen also direkt Geld.
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