LinkedIn Likes, Follower oder Kommentare zu kaufen, ist keine gute Idee. Es verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von LinkedIn, kann zu Einschränkungen deines Kontos führen und schadet deiner Glaubwürdigkeit, sobald es auffällt. Gekaufte Interaktionen kommen von Konten, die nicht zu deiner Zielgruppe gehören, und bringen deshalb weder echte Reichweite noch Kunden. Besser sind Inhalte mit Nutzen, persönliche Kontakte und, wenn es schneller gehen soll, offizielle Werbung.
Wie funktioniert der Kauf von Likes?
Anbieter verkaufen Pakete mit Likes, Followern oder Kommentaren, oft für wenige Euro. Die Interaktionen stammen von gefälschten Konten, gekaperten Profilen oder Netzwerken, in denen Menschen gegen Bezahlung massenhaft klicken. Daneben gibt es sogenannte Engagement Gruppen, in denen sich Mitglieder verpflichten, gegenseitig jeden Beitrag zu liken und zu kommentieren.
Welche Risiken entstehen?
- Kontosperre: LinkedIn erkennt unnatürliche Muster und schränkt Konten ein.
- Glaubwürdigkeit: Kommentare wie „Toller Beitrag!“ von fremden Konten aus anderen Ländern fallen auf.
- Falsche Reichweite: Der Algorithmus zeigt Beiträge den Netzwerken der falschen Leute.
- Verzerrte Zahlen: Du weißt nicht mehr, welche Inhalte wirklich funktionieren.
- Sicherheit: Manche Anbieter verlangen Zugang zu deinem Konto.
- Ruf: Kunden und Geschäftspartner zweifeln an allem, was du zeigst.
Warum gekaufte Likes nichts bringen
Der LinkedIn Algorithmus zeigt Beiträge den Netzwerken der Menschen, die darauf reagieren. Kommen die Reaktionen von Konten außerhalb deiner Zielgruppe, landet dein Beitrag bei Menschen, die nie bei dir kaufen werden. Gleichzeitig wertet der Algorithmus Verweildauer und echte Gespräche aus. Gekaufte Likes ohne Lesezeit und ohne inhaltliche Kommentare helfen kaum. Am Ende zählen nicht Likes, sondern Gespräche und Aufträge.
Bessere Alternativen
- Inhalte mit Nutzen: Fragen deiner Zielgruppe beantworten, Erfahrungen teilen, Meinung zeigen. Mehr unter LinkedIn Post.
- Ein starker Einstieg: Mehr unter Hook.
- Kommentieren bei anderen: täglich einige Minuten bei Menschen aus deiner Zielgruppe
- Gezielte Vernetzung: passende Menschen persönlich anfragen
- Mitarbeitende einbinden: echte Menschen, echte Netzwerke. Mehr unter Corporate Influencer.
- Offizielle Werbung: Thought Leader Ads verbreiten gute Beiträge gezielt an deine Zielgruppe. Mehr unter LinkedIn Ads.
Engagement Gruppen: auch keine Lösung
In Engagement Gruppen verabreden sich Menschen, jeden Beitrag der anderen zu liken und zu kommentieren. Das wirkt auf den ersten Blick harmloser als gekaufte Likes. Der Effekt ist aber derselbe: Die Reaktionen kommen von Menschen außerhalb deiner Zielgruppe, die Kommentare sind oft austauschbar, und LinkedIn erkennt solche Muster zunehmend. Echte Netzwerke aus Kollegen und Partnern, die sich ehrlich austauschen, sind etwas anderes und völlig in Ordnung.
Was wirklich zählt
Likes sind die schwächste Form der Rückmeldung. Aussagekräftiger sind Kommentare mit Inhalt, gespeicherte Beiträge, Profilbesuche aus deiner Zielgruppe, neue Kontaktanfragen von passenden Menschen und vor allem Nachrichten mit konkreten Fragen. Wer diese Zahlen beobachtet, merkt schnell, dass ein Beitrag mit 30 echten Reaktionen aus der Zielgruppe mehr bringt als einer mit 300 gekauften. Mehr unter LinkedIn Engagement Rate.
Ein Beispiel
Ein Startup kauft für seine Beiträge Pakete mit je 200 Likes. Die Zahlen sehen gut aus, Anfragen kommen trotzdem nicht. Ein potenzieller Investor fragt nach, warum die meisten Reaktionen von Konten ohne Foto aus ganz anderen Ländern kommen. Das Startup stellt um: Die Gründer posten selbst über Erfahrungen aus dem Aufbau, kommentieren bei Menschen aus ihrer Branche und bewerben ihre besten Beiträge gezielt als Thought Leader Ads. Die Zahl der Likes sinkt, aber die Reaktionen kommen jetzt von potenziellen Kunden und Partnern.
Woran erkennt man gekaufte Likes?
- Viele Reaktionen von Profilen ohne Foto oder mit wenigen Kontakten
- Reaktionen aus Ländern ohne Bezug zum Thema
- Kurze, austauschbare Kommentare wie „Great post!“
- Plötzliche Sprünge bei Followern ohne erkennbaren Anlass
- Viele Likes, aber kaum Kommentare mit Inhalt
Häufige Fragen zu gekauften LinkedIn Likes
Ist es verboten, LinkedIn Likes zu kaufen?
Es verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von LinkedIn. Konten können eingeschränkt oder gesperrt werden.
Erhöhen gekaufte Likes die Reichweite?
Kaum, und wenn, dann bei den falschen Menschen. Für Kunden und Aufträge bringen sie nichts.
Kann ich Follower für meine Unternehmensseite kaufen?
Davon ist ebenso abzuraten. Seriöse Wege sind Einladungen an Kontakte, Follower Anzeigen und gute Inhalte.
Was ist die beste Alternative?
Regelmäßige, nützliche Beiträge und echte Gespräche. Wer schneller wachsen will, nutzt offizielle Werbung.
Wie viele Likes sind normal?
Das hängt vom Netzwerk ab. Wichtiger als die Zahl ist, wer reagiert und ob Gespräche entstehen.
Deine Frage zu LinkedIn
Lass uns darüber sprechen
Ich unterstütze dich bei Strategie, Inhalten und Kundengewinnung auf LinkedIn und schule dich oder dein Team. Schreib mir oder ruf mich an, das Erstgespräch ist kostenlos.
hallo@alexandrasackmann.de 0176 61506978 Mehr zu LinkedIn Marketing
Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung für deine Situation. Alle Angaben sind ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Preise, Funktionen und Regeln der genannten Plattformen können sich jederzeit ändern.
