Google Ads optimierst du am wirksamsten an fünf Stellen: Kontostruktur, Suchbegriffe, Anzeigen, Zielseiten und Tracking. Wer regelmäßig den Suchbegriffbericht prüft, unpassende Suchen ausschließt, Anzeigen und Zielseiten genau auf die Suche abstimmt und Gebote auf echte Conversions ausrichtet, senkt die Kosten pro Anfrage oft deutlich. Hier sind meine zehn wichtigsten Tipps aus vielen Jahren Kampagnenbetreuung, plus einem Plan, wie du erfolgreiche Kampagnen ausbaust.
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Tipp 1: Eine klare Kontostruktur
Je sauberer die Struktur, desto genauer steuerst du Budget und Anzeigen. Trenne Kampagnen nach Themen, Regionen oder Zielen und bündle in jeder Anzeigengruppe nur eng verwandte Keywords. Halte Markensuchen, also Suchen nach deinem Firmennamen, in einer eigenen Kampagne. Sie sind günstig und erfolgreich und verfälschen sonst die Zahlen der übrigen Kampagnen. Mehr unter Google Ads Kampagnenstruktur.

Tipp 2: Suche und Display trennen
Suchanzeigen erreichen Menschen, die aktiv suchen. Displayanzeigen erscheinen auf Websites, während Menschen etwas anderes tun. Beide funktionieren völlig unterschiedlich und brauchen eigene Kampagnen, Anzeigen und Ziele. Deaktiviere deshalb in Suchkampagnen das Displaynetzwerk. Mehr zum Display unter Google Displaynetzwerk.
Tipp 3: Suchbegriffe regelmäßig prüfen
Der Bericht zu Suchbegriffen zeigt, bei welchen tatsächlichen Suchen deine Anzeigen erschienen sind. Hier findest du fast immer Geld, das in unpassende Suchen fließt. Prüfe ihn am Anfang wöchentlich, später alle zwei bis vier Wochen. Gute Suchbegriffe nimmst du als Keywords auf, schlechte schließt du aus. Mehr unter Ausschließende Keywords.
Tipp 4: Passende Keyword Optionen
Weitgehend passende Keywords bringen Reichweite, aber auch viele unpassende Suchen. Sie funktionieren nur mit sauberem Tracking und automatischen Geboten. Für kleinere Konten sind passende Wortgruppe und genau passend meist die bessere Wahl. Mehr unter Keyword Optionen.
Tipp 5: Keyword, Anzeige und Zielseite aufeinander abstimmen
Wer nach „rote Damenschuhe“ sucht, erwartet eine Anzeige zu roten Damenschuhen und eine Seite mit roten Damenschuhen, nicht die Startseite eines Schuhgeschäfts. Je genauer diese drei Elemente zusammenpassen, desto höher der Qualitätsfaktor, desto niedriger der Klickpreis und desto mehr Besucher werden zu Kunden.

Tipp 6: Bessere Anzeigentexte
- Den Suchbegriff in mehreren Überschriften aufgreifen
- Konkrete Vorteile statt allgemeiner Versprechen
- Zahlen, Preise oder Fristen, wo es passt
- Einen klaren Call to Action
- Viele unterschiedliche Überschriften, damit Google sinnvoll kombinieren kann
Vergleiche die Leistung der einzelnen Texte im Bericht zu Assets und ersetze schwache regelmäßig.
Tipp 7: Alle passenden Assets nutzen
Sitelinks, Zusatzinformationen, Snippets, Anruf, Standort, Bilder und Logo machen deine Anzeige größer und informativer. Bilder erscheinen bei vielen Suchen neben der Anzeige und steigern oft die Klickrate. Lade eigene, gute Bilder hoch, statt Google Bilder von deiner Website wählen zu lassen. Das gilt auch für die Option, Bilder automatisch zu ergänzen.

Tipp 8: Gebote auf echte Ziele ausrichten
Automatische Gebote wie „Conversions maximieren“ oder Ziel CPA funktionieren gut, wenn sie auf echte Anfragen oder Verkäufe optimieren. Zählst du Seitenaufrufe oder Klicks als Conversion, optimiert Google auf das Falsche. Prüfe deshalb dein Conversion Tracking und hinterlege bei unterschiedlich wertvollen Zielen Werte. Wechsle die Gebotsstrategie nicht ständig, jede Umstellung braucht einige Wochen Lernzeit.
Tipp 9: Standorte, Zeiten und Geräte prüfen
- Standortoption „Präsenz“ statt „Präsenz oder Interesse“
- Regionen mit hohen Kosten und wenig Anfragen ausschließen oder niedriger bieten
- Anrufanzeigen nur zu Zeiten, in denen jemand ans Telefon geht
- Ergebnisse nach Handy und Computer vergleichen
Tipp 10: Empfehlungen kritisch prüfen
Google schlägt im Konto laufend Änderungen vor: höhere Budgets, breitere Keywords, automatische Assets. Manche sind sinnvoll, viele erhöhen vor allem die Ausgaben. Prüfe jede Empfehlung einzeln und schalte die automatische Übernahme aus. Mehr dazu unter Die 6 tödlichsten Google Ads Fehler.
Keine Zeit, das selbst umzusetzen?
Ich erstelle und betreue Google Ads Kampagnen seit 2006, für Selbstständige genauso wie für Konzerne. Google Ads erstellen lassen oder im kostenlosen Erstgespräch dein Konto prüfen lassen.
Google Ads ausbauen und skalieren
Wenn eine Kampagne zuverlässig Anfragen zu guten Kosten bringt, kannst du sie ausbauen. Gehe dabei Schritt für Schritt vor:
- Budget erhöhen, in Schritten von etwa 20 Prozent, und die Kosten pro Anfrage beobachten
- Neue Keywords aus dem Suchbegriffbericht und verwandten Themen ergänzen
- Weitere Regionen testen, wenn du dort Kunden betreuen kannst
- Remarketing für Besucher, die noch nicht angefragt haben
- Weitere Kampagnentypen wie Performance Max oder YouTube, wenn genug Daten da sind
Rechne vor jedem Schritt nach, ob die zusätzlichen Kunden die zusätzlichen Kosten tragen. Mehr Budget bringt nicht automatisch im gleichen Verhältnis mehr Kunden.
Ein Optimierungsplan für jeden Monat
- Wöchentlich: Budget und Kosten prüfen, Suchbegriffe durchgehen
- Alle zwei Wochen: Keywords und Anzeigen mit schwacher Leistung pausieren oder ersetzen
- Monatlich: Kosten pro Anfrage je Kampagne vergleichen, Budget verschieben, Zielseiten prüfen
- Vierteljährlich: Struktur, Gebotsstrategien und Tracking grundsätzlich prüfen
Ein Beispiel
Ein Handwerksbetrieb gibt monatlich 1.500 € aus und bekommt rund 15 Anfragen. Die Optimierung beginnt mit dem Suchbegriffbericht: Ein Viertel des Budgets floss in Suchen nach Ausbildungsplätzen und Anleitungen. Nach dem Ausschluss, einer eigenen Seite für die meistgesuchte Leistung und neuen Anzeigentexten mit Preisrahmen kommen bei gleichem Budget nach zwei Monaten rund 25 Anfragen. Danach wird das Budget schrittweise erhöht.
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Häufige Fragen zur Optimierung von Google Ads
Wie oft sollte ich Google Ads optimieren?
Am Anfang wöchentlich, bei stabilen Kampagnen alle zwei bis vier Wochen. Zu häufige Änderungen stören die automatischen Gebote.
Was bringt am schnellsten Ergebnisse?
Meist der Suchbegriffbericht: Unpassende Suchen auszuschließen spart sofort Geld.
Wann sollte ich das Budget erhöhen?
Wenn die Kosten pro Anfrage stabil im gewünschten Rahmen liegen und die Kampagne oft wegen des Budgets begrenzt ist.
Lohnen sich Bilder in Suchanzeigen?
Ja, meist. Bild Assets steigern oft die Klickrate. Verwende eigene, aussagekräftige Fotos.
Kann ich Google Ads selbst optimieren?
Ja, mit diesen Grundlagen und regelmäßiger Zeit. Bei größeren Budgets lohnt sich oft ein Blick von außen.
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